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Weinküfer oder Winzer (m/w)

zum bedienen unserer mobilen Weinabfüllanlagen gesucht! Weitere Info hier.

Über 37 Jahre voller Innovationen!

Vor 1976: Überwiegend Handarbeit

Schon seit 1939 wurde Wein direkt in den Kellern der Winzer als Dienstleistung ausgebaut und abgefüllt. Der Weinausbau verlor allerdings sehr schnell an Bedeutung und so hat man sich auf die technisch und hygienisch anspruchsvolle Abfüllung spezialisiert. Zunächst wurden einfache Füllgeräte und Handkorkmaschinen eingesetzt. Später halbautomatische Maschinen, die Aufgrund ihrer Größe und Gewichts nur noch bedingt direkt in die Fasskeller  transportiert werden konnten. Die Abfüllung erfolgte somit meist im Kelterhaus der Winzer. Denn durch elektrische Pumpen und Schläuche war es möglich, den Wein, von dessen Lagerort über mehrere Etagen, zur Abfüllung zu transportieren. Die Arbeit wurde dadurch erheblich erleichtert und die Tagesleistung von 2000-3000 Liter Wein verdoppelt bis verdreifacht. Die beiden großen Nachteile dieser Fülltechnik waren jedoch der enorme Personalbedarf an fachkundigen Hilfskräften sowie die Hygieneprobleme da jede Flasche mehrmals angefasst werden musste bevor man sie verschloß.   

Schnell erkannte Walter Benzmüller die enorme Zeit- und Kosteneinsparung sowie bessere Hygiene durch den Einsatz, von auf KFZ-Anhängern fest montierten, vollautomatischen Abfüllmaschinen.

1976: Erste mobile, vollautomatische Abfüllanlage an der Mosel

Eine Seitz-Maschine war damals erste Wahl: Der 12-stellige Vakuumfüller Seitz-Fulla mit nachgeschalteter Naturkorkmaschine. Ein Spezialanhänger der Fa. Orten war die Basis für die erste mobile Abfüllmaschine dieser Art an der Mosel. In anderen Weinanbaugebieten Deutschlands war die mobile Lohnabfüllung bereits länger bekannt. Ein fest montierter Schichtenfilter, ein elektrischer Dampferzeuger, die Weinpumpe inkl. Schläuchen waren von Anfang an mit dabei. Im ersten Jahr wurden die Flaschen mit einem ebenfalls fest montiertem Sprühstella desinfiziert, der jedoch schon bald durch einen vollautomatischen Sterilisator ersetzt wurde.

1977: Stationäre Flaschenspülmaschine

Von nun an konnten in Mülheim in einem Arbeitsgang Flaschen gespült, sterilisiert und abgefüllt werden. Eine große Erleichterung, da bis dato alle gebrauchten Flaschen mühsam von Hand eingeweicht, gebürstet und gespült werden mussten.

1977: Erster mobiler Tauchbadsterilisator

Die enorme Nachfrage nach unserer Dienstleistung erforderte eine weitere Erhöhung der Tagesleistung bei weniger Personalbedarf durch den Einsatz eines vollautomatischen Tauchbadsterilisator fest montiert auf einem zweiten Spezialanhänger.

1983: Nassleim-Etikettiermaschine und der erste Kerzenfilter

Die Langguth E13 war damals und ist bis heute eine der flexibelsten und robustesten Etikettiermaschinen für Weinflaschen. Diese Maschine ist nach vielen Modifikationen bis heute erfolgreich im Einsatz. Premiere hatte in diesem Jahr ebenfalls ein Kerzenfilter mit Membranfiltereinsätzen der die Küfermeister erheblich ruhiger schlafen ließ. Die Gefahr von Nachgärungen war gebannt.

1986: Mobiles Flaschenspülen und zweiter Tauchbadsterilisator

Ein 10,0t LKW-Tieflader wurde zur Aufbau einer weiteren Flaschenspülmaschine und eines neuen Tauchbadsterilisators umgebaut. Winzer, Kellereien und Genossenschaften nutzten die günstige Möglichkeit zum reinigen Ihres Leergutes gerne. Da viele unserer Kunden über eigene Abfüllgeräte verfügten war diese Kombination sinnvoll da die gespülten und sterilisierten Flaschen bequem ohne weitere Behandlung gefüllt werden konnten. Aber bereits nach kurzer Zeit überwiegte der ökonomisch sinnvolle Variante “alles in einem Arbeitsgang” mit Fülltechnik von uns.

1989: Erster mobiler GAI-Füller zur Ergänzung

Ein 16-stelliger Vakuumfüller mit Naturkorkmaschine als Monoblock: Auf einer massiven Grundplatte mit allen erforderlichen Einrichtungen aufgebaut wurde er zunächst auf unserem LKW transportiert und mit Gabelstaplern auf- und abgeladen. Später wurde er mit einer Seilwinde auf einen Spezialanhänger verladen und transportiert. In Verbindung mit der mobilen Flaschenspülmaschine verfügten wir nun zum ersten mal über 2 mobile Abfüllanlagen.

1991: Füllstation

Ein 7,5t LKW bildete die Basis für die hydraulisch absetzbare Füllstation. Es wurden zwei vorhandene Maschinen aufgebaut: Der Tauchbadsterilisator des Spülanhängers (der daraufhin gekürzt wurde) und der GAI-Monoblock von 1989. Sterilisation und Abfüllung waren auf dem LKW zum absatteln und die Flaschenspülmaschine als Anhänger dahinter.

1992: Zweiter mobiler GAI-Füller ersetzt die Seitz Maschine

Es musste schnell gehen: Eine Reparatur der mittlerweile 16 Jahre alten Füllmaschine, die im Grundkörper komplett aus normalem Stahl und nicht aus Edelstahl gefertigt war, ist unrentabel. Kurzerhand entschlossen wir uns für schnellen und einfachen Ersatz in Form einer 12-stelligen GAI mit Naturkorkmaschine auf einem Standard-PKW-Anhänger. Das Zubehör sowie der Sterilisator von 1977 wurden weiter verwendet.

1993: Unser erster Schraubverschließer

Ein gebrauchter Bender Schraubverschließer Typ DKII verarbeitete die ersten alternativen Weinverschlüsse. Viele Jahre trauten sich nur eine handvoll Winzer ihren Basiswein mit dem kurzen, vom Mineralwasser bekanntem, MCA-Verschlüssen zu versehen. Für unseren Apfelwein war und ist dieser Verschluß perfekt.

1996: Ein Seitz Cross-Flow Filter ergänzt das Angebot

Argumente wie hohe Leistung und maximale Produktschonung standen beim Kauf an erster Stelle. Bis heute bei uns im Einsatz, hat sich diese Filtrationstechnik bei vielen Kunden bewährt, und erfreut wieder zunehmend an Beliebtheit. Tests des DLR-Mosel haben übrigens keinen Unterschied zwischen den 3 Filtrationsarten Kieselgur, Filterschichten und Seitz Cross-Flow erkennen lassen.

Mehr Information: Cross-Flow Filtration

1997: Das mobile Flaschenspülen wird eingestellt

1998: Dritter GAI-Monoblock

Sie ersetzt die 16-stellige GAI auf der Füllstation. Bewußt wird ein kleiner, 12-stelliger Füller-Korker (ohne Schraubverschließer) mit geringerer Leistung gewählt, da bereits Planungen für kleinere Anlagen laufen. 1998 war noch für 99% unserer Kunden klar, daß niemals Schraubverschluß eingesetzt würden - kurze Zeit später wurden wir eines Besseren belehrt...

1998/99: Der Fokus zeigt auf unser Kerngeschäft: Die Abfüllung

In die Planung neuer Abfüllanlagen fließen bereits 20 Jahre Erfahrung ein. Eine Umstellung von den großen, teuren Tauchbadsterilisatoren zu kleinen, schnellen und günstigen Sterilisator-Rinsern unausweichlich. Die gesamte Planung, vom Entwurf bis zur fertigen Maßzeichnung, wird durch uns übernommen.

1999: Erster mobiler Füllanhänger der neuen Generation Typ 12K

Die Eckdaten waren klar gesteckt: 4,40m Länge, 1,8m Breite und unter 2,30m Sturzhöhe mussten unterschritten werden damit die neuen Maschinen bei allen Stammkunden ohne Probleme einzusetzen sind. Ein Spezialanhänger der noch jungen Fa. Vantec sollte einen neuen Stroh-Rinser und die vorhandene GAI aus 1992 tragen. Das größte Novum war die Verwendung von Peressigsäure anstelle von SO² als Sterilisationsmittel. Die Maschine war sehr erfolgreich. Die Maschine ersetzte den ersten Tauchbadsterilisator.

2003: Zweiter mobiler Füllanhänger der neuen Generation Typ 12N

Fast Baugleich zu der Anlage aus 1999. Die Füllstation wurde stillgelegt und der GAI-Monoblock daraus verwendet. Ein weiterer Stroh-Rinser ersetzte den zweiten Tauchbadsterilisator. Die Maschine ist stark modifiziert noch heute im Einsatz.

Mehr Information: Anlage 12N

2004: Warteschleifentisch mit 5 Minuten Standzeit

Die Hersteller von Korken und Schraubverschlüssen schreiben nach dem Verschließvorgang eine Wartezeit von mindestens 5 Minuten vor, damit die Korken oder die Dichtung ihren vollen Anpressdruck entfalten können, und besser abdichten

2004: Neuer GAI Schraubverschließer

Stelvin - der BVS-Verschluß setzt sich durch und erfordert eine neue Maschine. Die wertige Optik verhilft im zu hohem Ansehen bei den Winzern die, durch ständig sinkende Qualität bei Naturkorken, händeringend nach Alternativen suchten. Einige junge Winzer stellten vom Qualitätswein bis zur Trockenbeerenauslese komplett auf BVS um.

2005: Anlage 12N wird hochgerüstet

Die stark wachsende Nachfrage nach Schraubverschluß erfordert den nachträglichen Anbau eines Schraubverschließers an die vorhandene Korkerrsäule der Füllanlage. Planung, Bau und Ausführung wurden komplett in unserer Betriebswerkstatt durchgeführt. Bis heute wurden damit schon mehrere Millionen Flaschen ohne Probleme verschlossen.

Mehr Information: Anlage 12N

2006: Eine neue Ära beginnt - Anlage 16TOP

Um der großen Nachfrage gerecht zu werden, entschlossen wir uns, in eine neue, moderne und leistungsstarke mobile Abfüllanlage zu bauen. Erstmals konnten die Flaschen nach deren Sterilisation und vor dem Füllvorgang mit CO²-Gas vorevakuiert, werden. Luft durch Hochleistungsvakuum raus - CO² einblasen. Spätere Tests des Gasaustauschers in Zusammenarbeit mit dem DLR-Mosel bestätigten den überlegenden Vorteil dieser Technik.

Stroh Rinser (Peressigsäure), Gasautauscher, 16-stelliger GAI Falldruckfüller, Korkersäule, Schraubverschließersäule für MCA und BVS, großer Warteschleifentisch - alles komplett auf einem absenkbaren Spezialanhänger der Fa. Vantec.

Anlage 12K und der alte Bender-Schraubverschließer  werden ins Weinbaugebiet Baden zunächst an einen Lohnfüller und später an eine kleine Genossenschaft verkauft.

Der neuwertige GAI-Verschließer aus 2004 bleibt in einem Weingut an der Mittelmosel.

2007: Vino-Lok Aufsetzer

Vino-Lok ist in - als Alternative zum Korken im Premium -Segment. Bisher wurden die Stopfen von Hand aufgesetzt, unter der Korkmaschine durch den vorhandenen Flaschenheber angedrückt und fixiert, und anschließend die Alu-Kappe im Schrauber aufgebracht. Geringe Leistung und mangelnde Hygiene erforderten eine Automatisierung des Aufsetzvorganges. Eine Eigenkonstruktion für die Anlage 16TOP, komplett mechanisch, in der eigenen Betriebswerkstatt gebaut, ermöglichte dies bis heute präzise und zuverlässig. Das Gerät wird bis heute von der Fa. Clemens als Zubehör für die GAI-Maschinen in Lizenz gebaut.

2009: High-End-Lohnabfüllung - Anlage 16NT

Eine dritte Anlage entsteht: Kleiner soll sie werden als die große Maschine aus 2006 aber technisch ultimativ. Ozon als Sterilisationsmittel ist erste Wahl da: keinerlei Geruchsbelästigung bei sicherer, sensorisch absolut neutraler, Sterilisation der Flaschen. GAI liefert die Maschine aus einem Guss: Rinser - Vorevakuierung - 16-stelliger Falldruckfüller - Korkersäule - Schraubverschlußsäule auch für Stelvin-LUX. Der neuartige aktive Kapselaufsetzer  ermöglicht  das ausspülen der Verschlüsse mit Inertgas kurz vor dem Aufsetzen. Die Vorteile sind: gerader, perfekter Sitz,, Verdrängung des Luftsauerstoffs und des Lackgeruchs aus den Verschlüssen. Ein Schichtenfilter und zwei Kerzenfilter (Vorfilter und Membran) sorgen für die sterile Weinfiltration.

Mehr Information: Anlage 16NT

2010: Gegendruck

Die bisher beste Innovation in der mobilen Fülltechnik haben wir im Frühjahr 2010 entwickelt. Die GAI-Füllventile funktionieren bei einem leichten Überdruck um so besser bei Weinen mit viel Kohlensäure. Kann der Gegendruck durch den Einsatz von elektronischer Überwachung und entsprechenden Abblasventilen und CO²-Dosierventilen konstant gehalten werden, ist keinerlei Verlust an natürlicher Kohlensäure festzustellen. Zum Vergleich: Bei Vakuumfüllern beträgt der Verlust zwischen 0,2 - 0,3 Gramm pro Liter.

Dies war eine weitere, erhebliche Verbesserung der Weinschonung während des Füllvorganges.

Alle drei mobilen Anlagen wurden durch uns mit diesem System ausgestattet.

Auch diese Drucküberwachung wird von der Fa. Clemens als Zubehör für die GAI-Maschinen in Lizenz gebaut.

2010: Füllversuch des DLR-Mosel mit der Anlage 16NT

Es sollten die vielen verschiedenen Verschlußsysteme für Wein und diverse Fülltechniken miteinander verglichen werden. An dieser Stelle beschränken wir uns selbstverständlich auf die Fülltechnik:

Bei Nutzung aller Optionen unserer Maschinen (Vorevakuierung - Abfüllung mit Gegendruck - CO²-Überlagerung - Kappenspülung mit CO²) ergeben sich erhebliche Vorteile gegenüber konventioneller Verfahrensweise. In diversen Verkostungs-Workshops konnten sich Winzer und Interessierte davon überzeugen.

“Die Fülltechnik hat oft größeren Einfluß auf die spätere Weinqualität als der viel diskutierte Verschluß” war der abschließende Kommentar eines am Versuch beteiligten Mitarbeiter des DLR.

Die gesamte Aufarbeitung des Füllversuches können Sie  hier einsehen.

2012: Klein, leicht, vielseitig - Anlage 12NT - High-End kompakt

Ein neuer Anhänger unter 3,5t Gesamtgewicht und eine Qualität der Komponenten wie bei der getesteten Anlage 16NT setzen neue Maßstäbe: Ozonrinser - Vorevakuierung - 12-stelliger Gegendruckfüller - Wechselsäule für Kork - MCA - BVS - Stelvin LUX oder Glastwister - Stauband mit 5 Minuten Standzeit. Für die Weinfiltration sorgen ein EK-Schichtenfilter und ein Membran-Kerzenfilter. Die Maschine ersetzt die Anlage 16TOP.

Mehr Information: Anlage 12NT

Sie dürfen also gespannt sein...

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